Update: two weeks later…

Eine Woche brauchte ich wirklich Pause von den ganzen Medien und nach zwei Wochen fühle ich mich bei den Pilchers schon wie zu Hause! So unglaublich wunderbare Menschen und unzählige weitere Hilfsbereite Nachbarn in näherer und ferner Umgebung! Ich bin soooo unendlich dankbar für all die wunderbaren Erlebnisse der letzten Monate und werde nun Schrittweise auch hier endlich alle verbliebenen Lücken füllen!

Besonders genießen sowohl Chito als auch ich die unterschiedlich Kopf und Körper fordern- und fördernden Beschäftigungen, wenn es auch eigentlich noch mehr Bewegung sein könnte… Nach Monaten des Nomadenlebens kann man sich einfach nicht von jetzt auf gleich zur Ruhe setzen!

Am Donnerstag den 01.10.2020 hatte ich am James Hutton Institute auch endlich meinen Einführungstag und freue mich riesig auf all die neuen Aufgaben und Erfahrungen!

Einige weitere Zeitungsartikel sind in Arbeit, Postkarten für all meine lieben neuen Freunde in nah und fern in Planung und wenn ich tatsächlich einmal nichts zu tun haben sollte, wartet gaaaaanz viel Foto- und Videomaterial auf Durchsicht und Verarbeitung und ein Buch kommt mit Sicherheit auch irgendwann!

Kinnesswood – Hilton of Forthar

Heute morgen müssen wir uns beeilen um spätestens um 9.15 Uhr im nächsten Ort zu sein, denn dann wird die Straße aufgrund von Bauarbeiten für zwei Wochen gesperrt! Timing!!

Die großen Maschinen laufen schon warm am Wegrand und ich bin stolz auf Chito, der nicht einmal mit der Wimper zuckt neben dem riesen Asphalt-Guss-Fahrzeug. Trotzdem sind wir beide froh, in Wester Balgedie auf eine Walking and Cycling friendly road abbiegen zu können, wo uns nur ab und zu ein Farm Auto begegnet. In einem Baumsteifen herrscht hier in den kühleren Morgenstunden ein regelrechtes Vogelkonzert, dem wir ein wenig lauschen bevor es etwas die Lochmond Hills hoch geht.

Die Ruhe auf der Wander- und Rad-Route entlang von Wiesen und Wald nutze ich für ein einstündiges Telefoninterview mit einer super lieben jungen Redakteurin von der Mitteldeutschen Zeitung… Der Gruß nach Hause wird aber voraussichtlich erst im November erscheinen.

Vor einer Hähnchenfarm machen wir Rast, denn am Ausgang des Waldes ist das Tor etwas zu eng und erfordert meine Rangierkünste. Chito freut sich über den saftig grünen Randstreifen und ich verspeise das bunt belegte Brötchen, dass mir Barbara noch eingepackt hat. Ein Gemüsebetrieb am Straßenrand und ein großer Bio Hofladen erwecken besonders mein Interesse. Da gehe ich im Pillars of Hercules zum ersten Mal in Großbritannien tatsächlich richtig einkaufen und versuche mehr über die Möglichkeiten vor Ort in Dundee zu erfahren. Letzteres ist weniger erfolgreich, aber auf jeden Fall habe ich jetzt Tomatenmark und veganen Käse zu meinem Brot.

Vor dem Laden steht auf einem Wegweiser ein sehr passendes Zitat von David Dudgeon 1999: „Down a wandering path I have travelled, where the setting sun lies upon the ground, the tracks are hard and dry, smoothened with the weather’s wear. My mind did move with them that had before me been, trodding down the ground a track for me to follow, leaving marks for others a sign for them to follow.“

Wald, Kuhwiesen und Apfelplantagen säumen den Weg nach Falkland und wir begegnen einer ganzen Menge Spaziergänger auf dieser schönen Strecke. Der Flair in diesem Dorf ist bezaubernd, so eine tolle urbane Stimmung hatten wir vorher mit in Burgos und Cambridge. Eingeladen zu einem Kakao vom Fayre Earth Café treffe ich auch noch den netten älteren Herrn, der mir für heute Nacht über Facebook alternative Unterkunft angeboten hatte.

Wir unterhalten uns eine ganze Weile und Dave schenkt mir einen Stapel wunderschöner, selbst gemalter Postkarten mit Alpen Motiven. Außerdem legt er noch ein gutes Wort für seinen Sohn ein, der bei einer lokalen Zeitung in Dundee einen umfangreichen Artikel über uns verfassen möchte…ein weiterer Redakteur möchte uns gleich heute unterwegs treffen. Ich hoffe dieser Rummel nimmt auch irgendwann wieder ein Ende, denn anstrengend ist das schon ein bisschen.

Tatsächlich kommen wir nur etwas die Straße hinunter, bis uns der Reporter mit dem Auto aufspürt. Er parkt bei nächster Gelegenheit und führt das Interview im Laufen, sodass wir keine Zeit verlieren. Aus Fehlern lernt man, und ich versuche die wirklich relevanten Dinge zu betonen. Mal sehen, was daraus wird!

Unsere heutige Gastgeberin Mandy aus der Fahrsport Szene hat sich mit ihrem Tinker inzwischen auf den Weg gemacht, um uns entgegen zu kommen und ein Stück zu begleiten. Ich höre regelmäßiges Wiehern lange bevor die beiden in Sicht kommen.

Townhill – Loch Leven

Offensichtlich eine unruhige Nacht. Um 5:30 Uhr wache ich auf und versuche den Blog Mal wieder aufs Laufende zu bringen. Mit mäßigem Erfolg.

Katie verwöhnt mich am nächsten morgen mit einem frisch gebackenen Laib Brot und selbstgemachter Marmelade. Nach dem reichen Frühstück fahren wir gemeinsam Richtung Kelty und kontrolliern die Breite des Tores, welches uns ermöglicht, den direkten Fife Pilgrim Way von der Farm und Loch Fitty nach Norden zu nehmen. Chito darf inzwischen mi zu den Schafen auf die Wiese und das frische Grass genießen. Schließlich unterwegs landen wir problemlos auf dem richtigen Pfad mit der risen Pfütze, müssen dann aber an der Weggabelung duch den falschen Weg genommen haben, denn der Weg zur Straße ist hier durch eine verschlossene Schranke unpassierbar. Ich versuche bei dem Bauern nebenan einen Durchschlupf zu erspähen, höre dann ein Auto und erwische den Fahrer tatsächlich noch, bevor er das Tor wieder verschließt. Glück und Timing muss man haben!
Nur ein kurzes Stück müssen wir so an der schnellen, verkehrsreichen Straße entlang, bevor wir auf einen Waldweg abzweigen können…Lang genug ist es jedoch, um an einer Parkbucht ein Foto mit einem Plüschhasen und damit der kleinen Tochter einer Autofahrerin eine große Freude zu machen.

Auf dem Weg nach Keltybridge kommen wir an einem kleinen privaten Reiterhof vorbei und eine Frau kommt ein Stück mit, um ein Tor für uns auf zu schließen und uns so einen Umweg erspart. Ein kleines Sträßchen bring tuns in den Country Park der Lochmond Hills. Hier machen wir nahe einem großen Reitbetrieb unsere Mittagspause am Wegrand, mit Sauerteigbrot, Ei, Tomate, Brombeeren und Kuchen.

Den Rest der Strecke zu Katies Freundin Barbara müssen wir dann wieder an der Straße entlang. Toll ist der Blick auf Loch Leven und ein Segelflugzeug Flugplatz und Rollrasen Farm bieten Abwechslung in der dauernden Beobachtung des Verkehrs. Viele Menschen haben von uns gehört und sprechen mich an…irgendwann ist es einfach zu viel und wir brauchen beide eine Pause in der Nachmittagshitze! Auf einem Parkplatz in diesem ausgezeichneten Wandergebiet von Scotlandwell schläft Chito für ein paar Minuten praktisch auf meinem Schoss ein.

Endlich auf der Balnethal Farm angekommen, darf Chito auf ein provisorisch abgezäuntes Stück Wiese, der Sulky in den leeren Stall und ich bekomme eine weitere Luxusnacht mit Bad und Bett spendiert. Der Blick über Loch Leven ist traumhaft und kleine Sohn beschäftigt mich gut bis zum Abendessen. Es gibt zur Abwechslung einen Klassiker, den ich lange nicht mehr hatte: Spaghetti mit Tomatensauce und ein Fruchtjoghurt.

Mid Calder – Townhill

Heute morgen verzichte ich bis auf einen warmen Tee komplett aufs Frühstücken, da ich durch die Verabredung mit Nina etwas unter Zeitdruck stehe… Insbesondere, da das Zusammenpacken meines Nachtlagers unter erschwerten Bedingungen ablief, weil Kater Elmo einerseits meinen Schlafsack als Bett testen wollte und andererseits dringend ein paar Streicheleinheiten benötigte.

Gestern Abendhatten wir bereits besten Weg zur Überquerung der Forth besprochen. Diesmal ohne Fahrräder begleitet die ganze Familie uns zurück zu unserem Treffpunkt und bis zum Ende des Country Parks. Dann können wir glücklicherweise vorwiegend kleinen Landstraßen folgen, parallel zum River Almond, und kommen nur mit etwas Verspätung in Kirkliston an, wo Nina die Wartezeit an einem Brombeerbusch überbrückt hat. Gemeinsam folgen wir ein Stück einem matschigen Fußweg und treffen zurück an der Strasse doch tatsächlich auf meine Fotografin, die mir noch einen Gang zu ihrer Toilette ermöglicht.

Auf dem gut ausgebauten Fahrradweg geht es entlang der Hauptstraße geradewegs Richtung South Queensferry zur alten Forth Road Bridge. Dort oben ist es zwar ordentlich windig, aber doch warm genug, um wie versprochen ein paar Fotos mit Miguels Huerta de Rey T-Shirt zu machen. Sooo weit hat es mich schon begleitet!

Ich bin extrem froh über Ninas Begleitung, denn der Weg durch die Suburbs auf der anderen Seite zieht sich ganz schön hin. Nina ist solche Distanzen natuzrlich nicht gewöhnt und benötigt ofter mal eine kurze Pause. Doch auch für uns ist die heutige Strecke zu den Craigduckie Sheperd Huts die wohl längste Tagesstrecke der ganzen Tour und ich möchte unbedingt noch bei Tageslicht ankommen. Eine lange Rast ist daher heute nicht drin. Sauerteigbrot und Käse, sowie Chips und Apfel werden so vorwiegend im Gehen verzehrt und Chito findet auf den Grasstreifen ordentlich frisches Grün.

Am Ortsausgang von Dunfermline verabschiede ich mich schließlich von Nina, die die S-Bahn zurück nach Hause nehmen und so die berühmte Eisenbahnbrücke direkt befahren wird. Weitere ordentliche Anstiege meistern wir mit vereinten Kräften und werden oben mit dem spektakulären Panorama der, in der Abendsonne glänzenden Forth belohnt.

Katie hatte mir ein Foto mit dem besten Weg über die Nachbarfarm geschickt, doch den Abzweig hätte ich beinahe verpasst… Ein junger Mann hatte uns sein Stuck begleitet, anfangs war er einfach durch unsere Reise inspiriert, doch dann ließ er sich einfach nicht abschütteln, war offensichtlich ziehmlich betrunken und ich unglaublich dankbar Chito als Abstandshalter zwischen uns laufen lassen zu können. Als ich den Fußweg verließ und ein Stück die Straße zurück zu dem Feldweg gehen wollte, versucht er mich zu überzeugen, dass dies der falsche Weg sei…Ich habe beinahe Angst er könnte handgreiflich werden! Da steigen aus dem kommenden Auto zwei Pferdeleute aus, die mir über Facebook auch Unterkunft angeboten hatten! Wieder einmal Hammer dieses Timing! Sie schaffen es den Jungen ein wenig aufzuhalten. Das Adrenalin setzt neue Kräfte in mir frei und Chito zieht mit, sodass wir im Trab den Hang hoch verschwinden. Doch seine brüllenden Flüche und eine innere Unruhe verfolgen uns noch eine Weile.

Erst nach der Begegnung mit dem Nachbar Bauern fühle ich mich etwas sicherer. Doch als unsere Gastgeber mit dem großen Jeep hinter uns auftauchen werde ich zunächst wieder unsicher. Verfolgte er uns?

Die Großeltern und kleinen Jungs begrüßen uns super freundlich und helfen uns um das Viehgitter herum Zug ihr Farmland. Noch einen letzten Hang hinauf, dann darf Chito in den leeren Rinderstall einziehen, mit Heu und einem weichen Strohbett.Dort bekommt er sein Abendessen und eine wohlverdiente Pause und ich in dem alten Farmhaus einen heißen Tee und frisch gebackenen Kuchen bei Gesprächen mit dem Opa.

Die Dusche ist heute mal wieder besonders willkommen! Dann holt mich der Seniorchef fürs Abendessen ab ins neue Haus der Familie ein weiteres Stück den Hang hoch: eine köstliche Kürbissuppe, Kartoffeln mit buntem Gemüse und Obst mit Baizer zum Nachtisch bereitet die Liebe Katie mir dort, nach der Abholung der neuen Schafsherde, zu. Müde und vollgefuttert falle ich heute schließlich in das riesige, weiche Bett, schlafe jedoch nach der abendlichen Begegnung alleine in dem Häuschen doch etwas unruhig.

Eastside – Mid Calder

Nach einem schnellen Müsli Frühstück will uns Jenny sogar bis ans Ende des Farmlandes in die Pentlands begleiten, um sicher zu gehen, dass das Tor auch offen ist. Der Weg dahinter soll vom Nachbar Farmer vor kurzem erneuert worden sein. So steht uns zwar eine ordentliche Kletterpartie bevor, wir können aber ohne Straßenverkehr ein ganzes Stück abkürzen. Kurz nach dem Start fängt es wieder an zu regnen und ein eisiger Wind Pustet uns entgegen, als wir mit vereinten Kräften den Sulky den Berg hinauf ziehen. Auf dem ersten Hügel angekommen reißt der Himmel schon wieder auf und Jenny hällt ein paar wunderschöne Momente fotografisch fest. Nach der problemlosen Passage des Tors herrscht plötzlich reger Wander und Mountainbike Verker und es geht weitestgehend bergab bis nach Balerno. Am Ortseingang werde ich auf den lokalen Farmers Market heute hingewiesen, das kann ich mir natürlich nicht entgehen lassen!

Was für ein wunderbar stimmungsvoller Ort! Wir schlendern langsam an den Ständen vorbei, bleiben am unteren Ende einen Moment stehen und versinken einen Moment in dieser Situation. Dann warden wir auch schon von allen Seiten angesprochen. Ich bekomme zum Mittagessen ein köstliches Kichererbsencurry und Frühlingsrollen spendiert under erfahre einiges über das Engagement im Community Garten. Erst als die Stäande bereits anfangen abzubauen, machen wir un smit einem Muffin als Nachtisch in der Tasche wieder auf den Weg. Diese positive urbane Stimmung habe ich vorher glaube ich nur in Cambridge erlebt.

Ich habe noch ein Angebot für Unterkunft auf der andern Seite der Forth bekommen, aber das schaffen wir wenn dann erst morgen. Ohne konkretes Ziel beschließe ich der Radtour entlang der kleinen Sträßchen zu folgen und den zusätzlichen Schlenker dafür in Kauf zu nehmen. Unterwegs überrascht mich noch meine Großcousine Nina mit einem Anruf. Sie ist momentan als Gastschülerin in Edinburgh und wir planen für morgen einen Teil des Weges und die überquerung der Brücke gemeinsam zu machen.

Als wir der Großstadt immer näher kommen beginne ich mir Gedanken um ein Quartier zu machen und frage auf dem Weg durch den Country Park eine Familie, die zum Ponystreicheln angehalten ist. Spontan laden sie mich tatsächlich zu sich ein. Auch wenn wir dazu wohl eine Meile in entgegengesetzte Richtung Flussaufwärts müssen, nehme ich das Angebot gerne an, den in Stadtnähe wird es sicher schwieriger. Die Eltern und der jüngere Sohn Toby schieben die Fahrräder und geleiten uns über einige schmale Brücken zu ihrem Haus. Mit dem Pony im Garten verwirklicht sich ein Traum, der jedoch auf lange Sicht nicht realistisch wäre in dem kleinen Mountaibike Trail. Chito hat jedenfalls einiges zu erkunden und wird von Toby begeistert frei herum geführt. Der Sulky und das Gepäck ziehen für die Nacht in die Garage und ich darf meinen Schlafsack im kleinen Tanzstudio der Vorbesitzer ausbreiten, in Gesellschaft zweier Katzen. Für die Nacht packe ich Chito mangels Unterstand im beginnenden Regen in seine Regendecke ein und darf ein köstliches Abendessen mit der netten Familie genießen.

Ormiston – Eastside

Heute Morgen schlüpfe ich direct in meine lange dicke Hose und Jagdjacke und habe den Sulky bereits beinahe fertig beladen, als Alison und Bob mich begrüßen. Ich mache gerne nochmals gebrauch von ihrem Klo, bevor ich mit demZeltabbau beginne. Zum Frühstück bringt mir Alison eine große Tasse heißen Tee nach draußen… genau das richtige nach dieser schon recht herbstlich frischen Nacht. Dann finden sich am Gartenzaun auch schon wieder die ersten Schaulustigen ein: Die Mädchen von gestern kommen vor Schulstart nochmals vorbei, Laura, mit der ich mich via Facebook verabredet hatte kommt mit ihren Kindern in diesem acht Uhr Trubel und verwöhnt mich mit Apfeln und einer ganzen Ladung selbstgemachtem, echt britischem Flapjack. Mir tut es sehr Leid, dass wir uns nicht wirklich untehalten können, aber das süße Hafergebäck spendet definitive genügend Energie, um trotz dem regen Verkehr am Zaun den das Zelt der netten Nachbarin halbwegs schnell zu verpacken. Kaum ist die letzte Schülerin (die mir noch beim Ponyputzen helfen durfte) verschwunden, tauchen noch die neuen Besitzer von Haus und Garten auf und Chito begrüßt auch diese geduldig zwischen dem fleißigen Rasenmähen.

Gegen neun sind wir dann endlich wieder auf der alten Eisenbahnlinie auf dem Weg weiter nach Süd-Westen zu unserem bereits feststehenden Quartier bei Penicuik, um Edinburgh weiträumig zu umgehen. Die Carfrae Frarm war mal wieder ein risen Glücksgriff, denn durch Trudi bin ich mit der hier relative neuen Bewegung des Agrotourismus in Kontakt gekommen und habe sogar schon einige Angebote von Höfen bekommen, die möglicherweise auf unserem Weg liegen.

Meine Ernährung unterwegs konzentriert sich heute weitestgehend auf frischen Flapjack und säuerlichen Apfel, um die Süße etwas abzumildern. Auf dem Weg durch Dalkeith fängt es heftig an zu regnen, nur wenige Menschen sind auf den Straßen unterwegs, doch ein Junge erkennt uns tatsächlich und behandelt uns wie Celebrities… so ein komisches Gefühl!

Weiter auf dem Nationalradweg stellt uns die Durchquerung eines Parkes wieder einmal vor eine interessante Barrikade. Chito ist ausgespannt schnell hindurchgeschleust, den Sulky muss ich irgendwie über das 50 cm hohe Gestänge drüber wuchten, den abladen möchte ich in dieser Matsche ungern… Wie gerufen tauchen in diesem Moment aus dem Regen gleich drei Hudespaziergänger aus dem Regen auf und das Problem ist gelöst!

… fürs erste zumindest, denn auch das Verlassen des Parkes stellt mich wieder auf die Probe, während Chito auch unangebunden geduldig wartet. Der Regen hat inzwischen aufgehört und auf einem etwas sulkyfreundlicheren Weg diktiere ich meiner Mutter übers Handy ein paar Stichpunkte zu den vergangenen Tagen, um zumindest ein bisschen auf dem Laufenden zu bleiben

In Penicuik angekommen müssen wir uns von der Fahrraroute trennen, dei weiter nach westen führt eine unbefestigte Straße verspricht auf der Karte Abkürzung, bringt aber auch die “Gefahr” eines verschlossenen Tores mit sich… Aber egal, die Alternative ist eine lange Schnellstraße und der Versuch diese zu vermeiden ist es mir Wert. Auch ein Postbote an der entscheidenden Kreuzung kann mir nichts über dieses Tor sagen. Weit ist der Weg entlang der Privatstraße nicht, denn für uns endet er tatsächlich im Wald vor einem 2 m hohen verschlossenen Holztor mit Kissing Gate.

Der Umweg war zwar nicht groß, aber bei dem grauen Wetter wirkt es schon recht spät und wir haben noch ein ganzes Stück vor uns, inclusive ordentlich Steigung. Zur Aufmunterung hole ich mir auch meinen Vater noch kurz ans Telefon und zum Glück past der Sulky größtenteils auf den Fußweg. Mit einem Rad oben und einem Rad unten fühle ich mich einfach deutlich sicherer als komplett im Verkehr.

Gegen halb sieben kommen wir nach einem windigen Aufstieg und einiger Rangierarbeit am Viehgitter tatsächlich an und mit einem Blick auf die Regennasse Wiese und den Wetterbericht nehme ich nach 31 km für Chito gerne die Frisch eingestreute Box an. Die zwei großen Boxnachbarn staunen nicht schlecht… diese Größe kennen sie sonst wohl nur von den Schafen der Farm.

Durch die Vermittlung von Trudi scheint sich Jenny beinahe schlecht zu fühlen, mir keines der Cottages anbieten zu können. Nach einem Marsch über die Wiesen komme bin ich aber doch sehr froh endlich ins warme und trockene zu kommen. In ihrem eigenen Haus haben die Junior Farmer mir ein Bett hergerichtet und laden mich nach einer warmen Dusche auch noch zum Abendessen ein.

Carfrae Farm – Ormiston

Duschen & Haare waschen
Frühstück in Luxuscottage – Toast getoastet, Tomaten angebraten in Butternmilchbutter aus Kühlschrank & 3 Eier rein, auf Toast drauf & schöne Kanne Tee
Gute Idee von denen: Organisation: Bedingung: Laken morgens abziehen und in Müllbeutel rein (vgl. Corona)
Dose Tomatensuppe un Dose gefüllt, Eier hart gekocht
Alles fertig gepackt und Chito fertig gemacht; Tüte Möhren auf Fensterbrett f. Chito (Trudis Mann???); von Seniorchef: Doppelkekse u Oatcakes m Pfeffer
Abschiedsfotos – Unterstand … früher Percherons – Wagen rückwärts reinrangiert; Äpfel

An der Straße lang
Frau, die unbedingt den Kindern Zeigen wollte – Chito ausgespannt, Straße zurück, Sulky an alter Scheune, Kinder freuen sich
Viel LW
Chito etwas schreckig: öfters mal gehüpft, teilweise wenn angehalten wenn Traktor mit Maschine dahinter vorbeigefahren; Gerte in der Hand gekippt u mit Stiel auf seinen Hintern; auch einfach wegen nichts erschreckt …ganz komisch – beim Laufen mit Gerte abgestrichen, mal auch am Bauch berührt, damit er sich dann nicht beunruhigt … um ihn etwas zu entspannen – auf viel befahrener Straße auf Grasstreifen, Sulky rutschte in Kuhle und erschreckte ihn — nach sehr windigen Tagen hatte diese Schreckhaftigkeit begonnen –am Ende des Tages auf ruhigem Radweg war es besser

Erbsen vom Feld eingesammelt (Angebot vom Hof9 für Nudelsuppe und Ei rein
Komisches Auto Luise & Chris – Einladung Wiese – dadurch ruhigen Feld-Wald-Wiesenweg
Dann 2 km A-Str, dann im nächsten Ort wieder nat. Radweg & alte Eisenbahnlinie … bis Ormiston
Kinderinvasion – Eltern & Nachbarn : Gärten passten aber nicht als Nachtquartier – bei neuen Nachbarn wars dann perfekt – Lokalfotograf … halbe Dorf versammlung
Gemüseomelette Karoffeln, Brokkoli u Möhren – noch mehr Kinder
Kinder
Klo u kalte Füße , Nacht im Zelt